Corona – was macht es mit mir? Was macht es mit uns?

Ihr Lieben,

seitdem wir uns dank Corona vorwiegend im Home Office und in der Home School befinden, wächst unser Medienkonsum stetig. Normalerweise bin ich sehr bemüht, sowohl meine als auch die Zeit der Kinder an den medialen Geräten (sei es nun Handy, Fernsehen, Laptop oder Tablet) im Blick zu behalten und im Zweifel eher zu begrenzen. Momentan erscheint mir das kaum möglich, denn auf allen Kanälen laufen im Dauerupdate die News zur Corona-Situation. Ich will das wissen. Und gleichzeitig ist es mir auch zu viel. Gefühlt passiert alle 5 Sekunden etwas Neues. Corona schläft nie.

Ich lese viele Texte, Beiträge und Infos rund um den Virus. Erhalte Fakten, Meinungen, Sorgen, Ideen. Viele Texte handeln von dem, was Corona mit uns macht, wie es sich in unseren Alltag, unser Denken und unser Handeln einschleicht. Mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht. Oft finde ich meine Gedanken widergespiegelt, manchmal regt mich das Verhalten und Denken anderer total auf. Fazit: Es macht etwas mit mir. Und mit meinem Leben.

Auch ich entdecke jeden Tag neue Auswirkungen – neben den großen, offensichtlichen Veränderungen sind manche sind ganz klein, manche ein bisschen größer. Und ich glaube das muss ich irgendwie mal zu Papier bringen. So als Ventil. Für mich. Und vielleicht auch für den ein oder anderen unter euch. Fangen wir mal mit Beobachtung Nr. 1 an:

Nr. 1 Heute morgen – Alle grüßen

Heute war ich in aller Frühe wach. Irgendwie kann ich dieser Tage noch schlechter schlafen als sonst. Ich hatte keine wirkliche Lust, aufzustehen. Aber da Liegen-bleiben auch keine Option war, hab ich es halt doch gemacht. Meine morgendliche Yogaroutine funktionierte so gar nicht. Auf der Matte schien mir die Sonne ins Gesicht und in einem spontanen Anfall von Spontanität zog es mich aus der Bude zum Walken in der Morgensonne. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe inzwischen bei jedem Gang nach Draußen ein schlechtes Gewissen. Obwohl ich vielleicht eben einfach zum Einkaufen für meine Familie muss oder obwohl ich jeden herannahenden Menschen bis auf mindestens 2 Metern umrunde oder obwohl ich mich nicht in Gruppen bewege oder Freunde treffe. Auf keinen Fall möchte ich auch nur den Anschein erwecken, mich nicht an das Motto „Wir bleiben zu Hause“ zu halten. Denn ich finde es derzeit essentiell, genau das zu tun – zu Hause zu bleiben und damit Verantwortung zu übernehmen. Für mich und andere.
Und dabei muss ich auch Verantwortung für mich und meine Gesundheit übernehmen; gesund bleiben, stark bleiben. Dafür brauche ich Bewegung und frische Luft. Also bin ich im Garten und auf dem Crosstrainer und auf meiner Yogamatte. Ich habe das große Glück, diese Möglichkeiten zu haben. Dankbarkeit versuche ich in meinem Leben ohnehin immer wieder zu praktizieren. Manchmal gelingt das sehr gut. Manchmal absolut gar nicht und ich erwische mich doch beim Nölen. Im Moment aber bekommt diese Dankbarkeit noch einen größeren, präsenteren Anstrich und das Nölen geht angesichts der aktuellen Lage einfach gar nicht. Also lasse ich es. = Beobachtung Nr. 1!

Ach und übrigens: Ich habe heute Morgen beim Walken nur sehr wenige Menschen getroffen (war halt auch noch ziemlich früh) und immer schön einen Bogen gemacht. Aber wisst ihr, was besonders war? Alle haben gegrüßt! Solch sonnige „Guten Morgen“-Rufe sind mir auf meiner Walking-Runde selten entgegen geschmettert worden. Und noch nie haben sie mich in ihrem Ausdruck von Nähe trotz Distanz so sehr berührt. …. Beobachtung Nr. 2 in diesen wahnsinnigen Zeiten…

Passt auf euch auf! Eure S.

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